ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

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Ausstellungseröffnung Do, 31. August  19 Uhr  Heizwerk

Musik. Widerstand. Vernichtung.

Musik. Widerstand. Vernichtung.

Verdis »Messa da Requiem« in Theresienstadt und jüdische Musiker im nationalsozialistischen Weimar.

Die Ausstellung widmet den ersten Teil den Aufführungen von Verdis Requiem im Ghetto Theresienstadt. Der zweite befasst sich mit den Schicksalen jüdischer Musiker im Umfeld des Deutschen Nationaltheaters Weimar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Dargestellt werden im ersten Teil die unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto Theresienstadt, der propagandistische Missbrauch des Lagers durch die Nationalsozialisten und der kulturelle Widerstand der Inhaftierten. Theresienstadt war für die dort Gefangenen ein »Wartesaal« auf dem Weg zu den Gaskammern von Auschwitz, Treblinka und an­deren Vernichtungslagern. Trotz widrigster Umstände organisierten die Theresienstädter Insassen ein intensives und vielfältiges Kulturleben. Unter den Musikern ist Rafael Schächter (1905–1944/45) hervorzuheben, der zahlreiche musikalische Veranstaltungen zustande brachte. Seine größte Leistung war das Einstudieren von Verdis Requiem. Im zweiten Teil steht Weimar im Mittelpunkt. Die Stadt hatte für die nationalsozialistische »Bewegung« eine zentrale Bedeutung. Beträchtliche Teile der Weimarer Bevölkerung waren nationalsozia­listisch gesinnt. Zu den Bürgern Weimars, die von antisemitischen Angriffen und Diskriminierung betroffen wurden, gehörten acht Musiker, darunter der Generalmusikdirektor am Deutschen Nationaltheater Julius Prüwer (1874–1943), der Basssänger Emil Fischer (1880–1943) und der Cellist Eduard Rosé (1859–1943). Die Ausstellung, die von Dr. Maria Stolarzewicz konzipiert und erarbeitet wurde, wird das Schicksal jüdischer Musiker in Weimar in Erinnerung bringen.

In Kooperation mit der Staatskapelle Weimar und der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar.

Foto: Aufführung von Verdis Requiem. Maurice Rossel, 23.06.1944, (Archiv d. intern. Komitees d. Roten Kreuzes)


Eintritt

  • frei

Öffnungszeiten

1.–9. September 2017, Erinnerungsort Topf & Söhne
10.–11. September 2017, Weimarhalle

Heizwerk

Maximilian-Welsch-Straße 6
99084 Erfurt