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Konzert Do, 7. September  19.30 Uhr  Konzertsaal Gera

Philharmonisches Konzert

Philharmonisches Konzert

Aran Chatschaturgan (1903–1978): Adagio aus dem Ballett »Spartacus« Tichon N. Chrennikov (1913–2007): Klavierkonzert Nr. 2 C-Dur op. 21 | Dmitri Schostakowitsch (1906–1975): Sinfonie Nr. 13 b-Moll op. 113 für Bass, Männerchor und Orchester Babi Jar | Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera | Männerchor des Gottesmutter-Klosters Kasan, Russland | Denis Rogov, Leitung | Prof. Dr. Jascha Nemtsov, Klavier | Ulrich Burdack, Bass | Laurent Wagner, Generalmusikdirektor, Dirigent

Die Oktoberrevolution 1917 brachte auch für die Kultur weitreichende Veränderungen mit sich. In der Sowjetunion tätige Künstler wurden in den folgenden Jahrzehnten zensiert, verfolgt, mussten fliehen, leisteten Widerstand oder passten sich den staatlichen Vorgaben an. Auch 100 Jahre später sind die Auswirkungen dieser Ereignisse un­verkennbar, in der Rückschau auf Leben und Werk einer großen Komponistengeneration – und in deren Rezeption im Westen.

Im Fall von Tichon N. Chrennikov, des langjährigen Generalsekretärs des Sowjetischen Komponistenverbandes (1948–1992), scheint der Tatbestand eindeutig: er setzte die Vorgaben des Machtapparats um. Doch zugleich engagierte er sich mutig gegen Antisemitismus und setzte sich für Kollegen wie Schostakowitsch ein. Mit der deutschen Erstaufführung seines 2. Klavierkonzerts wollen wir ihn als Komponisten vorstellen und würdigen.

Schostakowitschs 13. Sinfonie Babi Jar entstand in der Tauwetterperiode nach Stalins Tod. »Ihre Themen sind Antisemitismus, politischer Witz, Ausbeutung der Frau, Unterdrückung und Karrierismus – eine ausgeprägt politische Sinfonie also.« (Bernd Feuchtner). Babi Jar ist der Name einer Schlucht bei Kiew, in der 1941 ein SS-Kommando 34.000 Juden erschoss. Das Mitfühlen mit den Opfern wird verknüpft mit der Anklage gegen russische Antisemiten. Die Uraufführung 1962 wurde als tönender Appell für ein friedliches Miteinander interpretiert und geriet zu einem triumphalen Erfolg für den Komponisten.

Der Männerchor des Gottesmutter-Klosters Kasan ist als kultureller Botschafter der autonomen russischen Republik Tatarstan auf Einladung der Thüringer Staatskanzlei zu Gast.

Theater & Philharmonie Thüringen in Kooperation mit den ACHAVA Festspielen Thüringen und Deutschlandfunk Kultur

Foto: Sabina Sabovic


Eintritt

Konzertsaal Gera

Theaterplatz 1
07548 Gera