ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

SchülerprogrammMo, 24. September 10–18 Uhr  Thüringer Landtag

ACHAVA Schülerforum

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Schirmherr: Christian Carius, Präsident des Thüringer Landtages

300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Thüringen treffen sich für einen Tag im Thüringer Landtag, um sich in intensiven Workshops mit den Themen Diskriminierung, Antisemitismus und dem Nahost-Konflikt zu beschäftigen (Anmeldung nur über die Schulen).

Hierfür konnten namhafte Referenten aus ganz Deutschland gewonnen werden, die aus eigenen Erfahrungen und ihrer oft wissenschaftlichen Arbeit darüber sprechen.

Düzen Tekkal (Deutsche Journalistin, Autorin, Jesidin und Europäerin des Jahres 2018) Die Gründerin der NGO hawar.help war vor zwei Jahren bereits im Irak, um über das Schicksal der Jesiden dort zu berichten. Düzen Tekkal stellt folgende Frage zur Diskussion: Demokratie – Ein zarter dünner Lack? German Dream statt German Angst – Warum wir ein neues Selbstverständnis und Narrativ gebrauchen. Zudem erläutert sie, warum wir unsere Werte gegen die »bösen Zwillinge« verteidigen müssen, Integration nur mit Frauenrechten geht und Minderheiten als Teil der Lösung gesehen werden müssen.

Prof. Dr. Reinhard Schramm (Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen) spricht über Jüdisches Leben heute und den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Wie definiert sich Antisemitismus und was sind die Ursachen? Zudem soll die komplexe Situation im Nahost-Konflikt in Israel erläutert werden.

Erol Özkaraca (Deutscher Jurist und Politiker, Berlin). Saß mehrere Jahre für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Erol Özkaraca war in der Vergangenheit für eine internationale Rechtsanwaltskanzlei tätig und führt mittlerweile seine eigene Kanzlei. Er arbeitet intensiv zum Thema der deutschen Muslime, Antisemitismus und Rechtsstaat. Erol Özkaraca ist aktiv im Muslimischen Forum Deutschland.

Prof. Dr. Jascha Nemtsov (Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, lehrte im Sommersemester 2018 an der Universität Haifa/Israel). »Zwischen Konfrontation und Kommunikation: der Staat Israel und seine Parallelgesellschaften.« Israel ist eine multikulturelle Gesellschaft: Auf einem kleinen Territorium koexistieren viele ethnische und religiöse Gemeinschaften, deren Lebensweisen oft extrem unterschiedlich sind. Darunter sind auch mehrere arabischsprachige Minderheiten. Wie funktioniert eine solch heterogene Gesellschaft?

Ricklef Münnich (Ev. Pfarrer, Sprecher Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum, Vorsitzender des Fördervereins für Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen, Inhaber von Begegnungsreisen nach Israel »ahavta«) Eine Kippa war zuletzt auch in Erfurt bei Protesten gegen den Angriff auf einen Träger dieser jüdischen Kopfbedeckung häufiger zu sehen. Aber was bedeutet eigentlich eine Kippa und wie lebt überhaupt eine Jüdin oder ein Jude? An diesem Tag geht es um die Basics der jüdischen Religion. Zum Beispiel, warum Glaube im Judentum eigentlich total unwichtig ist. Aber worauf dann kommt es an?

Helmut Eisel (Deutscher Klarinettist, Komponist und Pädagoge), der einstige Schüler Giora Feidmans hat seinen ganz eigenen unverwechselbaren Stil entwickelt. Einnehmend und offen vermittelt er die Seele des Klezmers und die Lust am musikalischen Ausdruck mittels Improvisation.

Romano Glaszo Project – Humanae Voices Group Der ungarische Musiker Lakatos György tritt seit vielen Jahren mit seinem Roma-Ensemble auf. Das generationenübergreifende Projekt vereint junge Roma, Juden und Ungarn, die gemeinsam vermeintliche kulturelle Grenzen überwinden.

In Kooperation mit dem Präsident des Thüringer Landtags, Jüdische Landesgemeine Thüringen, Politisches Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, THILLM

Foto: Stefan Kranz


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Eintritt

  • Anmeldung nur über die Schulen

Thüringer Landtag

Jürgen-Fuchs-Straße 1
99096 Erfurt