ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

Gesprächsreihe: Unter dem FeigenbaumMo, 24. September 18 Uhr  Peterskirche

Geschichte und Bedeutung der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul

Geschichte und Bedeutung der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul

Die Peterskirche ist die neue Hauptspielstätte der ACHAVA Festspiele Thüringen und wird Teil der BUGA 2021. Das architektonische Kleinod mit einmaliger Geschichte verdient einen intensiveren Blick, der über zwei interessante Vorträge geschärft werden soll.

Sie ist am südöstlichen Teil des früheren Petersklosters gelegen, ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. Die ehemalige Kirche des einst einflussreichen Benediktinerklosters St. Peter und Paul ist einer der frühesten und bedeutendsten romanischen Kirchenbauten in Thüringen.

Mit ihren 75 Metern Länge gilt sie als erster Großbau der Hirsauer Schule auf thüringischem Boden. Sie entstand in den Jahren ab 1127. Hier fanden bis zum Ende des 13. Jahrhunderts zahlreiche Reichs- und Hoftage der deutschen Kaiser und Könige sowie Synoden statt.

1803 wurde das Kloster säkularisiert und erlebte Brand, Umbau und viele bauliche Veränderungen.

Trotz dieser Zerstörungen und der zweckentfremdeten Nutzung über viele Jahrzehnte hinweg kann man noch heute die monumentale Würde dieses Bauwerks erfahren. Architektonische Struktur, Mauertechnik, bauplastische Details, Fragmente bildlicher Darstellungen und Inschriften legen Zeugnis ab von seiner langen Geschichte und von der Großartigkeit mittelalterlicher Baukunst. Seit 1994 ist das Gebäude in der Trägerschaft der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Sie hat in diesem Jahr mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten begonnen, die 2021 abgeschlossen sein sollen.

Im Gespräch:

  • Tim Erthel M. A. Geschichtswissenschaftler
  • Udo Hopf Bauhistoriker/​Archäologe
  • Dr. Franz Nagel Kurator Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Das Kloster St. Peter und Paul in Erfurt gehörte zu den bedeutendsten Klöstern in Mitteldeutschland. Es überdauerte die Reformation und bestand bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Der von der Hirsauer Schule geprägte Kirchenbau wurde mehrfach verändert und schließlich nach der Säkularisierung unter schwerwiegenden Eingriffen zum Lagerhaus umgebaut. Der Vortrag gibt Einblicke in die bewegte Bau- und Nutzungsgeschichte.

Der verbliebene Torso zeigt noch heute den außerordentlichen Qualitätsanspruch, den die Mönche mit ihrem Bauprojekt verbanden und den sie mit monumentalen Wandmalereien unterstrichen.

Foto: © Stiftung-Thüringer-Schlösser-und-Gärten, Constantin Beyer


Eintritt

  • Nur Abendkasse: 5 Euro | ermäßigt 3 Euro

Peterskirche

Petersberg 12
99084 Erfurt