ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

Lesung und GesprächFr, 28. September 12:10 Uhr  Königin-Luise-Gymnasium Erfurt

Mit Igal Avidan: »Mod Helmy – wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete«

Mit Igal Avidan: »Mod Helmy – wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete«

Mit der wahren Geschichte des »arabischen Schindler« beschreibt der israelische Autor Igal Avidan die Geschichte eines mutigen Mannes, der selbst bedroht war und trotzdem Zivilcourage zeigte.

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. Ko-Autor seines Buches über Mod Helmy ist der Schriftsteller und Journalist Helmut Kuhn.

In Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen

Avidan, der mit seinen Arbeiten immer wieder versucht, zwischen den aktuell verfeindeten israelischen und ­arabischen Seiten zu vermitteln, sieht in seinem Protagonisten ein Vorbild für die Völkerverständigung.«

»Frankfurter Allgemeine Zeitung

Königin-Luise-Gymnasium Erfurt

Melanchthonstraße 3
99084 Erfurt