ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

Film & GesprächMo, 20. September 19 Uhr  Erinnerungsort Topf & Söhne

Drittes Leben – Éva und Bandi

Drittes Leben – Éva und Bandi
  • Eva Stocker-Füzesi, Regisseurin, Zeitzeugin (Ungarn/Schweiz)
  • Éva Fahidi-Pusztai, Protagonistin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn)
  • Andor Andrási, Protagonist, Überlebender (Ungarn)
  • Martin Kranz, Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele

»Nein. Es tut mir leid. Ich habe keine Zeit«, hat Éva Fahidi-Pusztai (96) im Jahr 2013 auf die erste Anfrage von Andor Andrási (88) geantwortet. Andor, für Éva und für Freunde »Bandi«, wollte ihr Einladungen für die Veranstaltungen der Stiftung Gábor Sztehlo (der vielen jüdischen Kindern in Ungarn das Leben rettete) schicken. Es war ihre erste Begegnung.

Daraus entstand eine lose Bekanntschaft, basierend auf dem gemeinsamen Thema der Schoah und gegenseitiger Sympathie. Es wurden Bücher und Reflexionen getauscht. Nach einiger Zeit entdeckte Éva Ihre Sympathie für Bandi. In seiner Ahnungslosigkeit war er allerdings eine harte Nuss. Der Satz »Merkst du denn nicht, dass ich dir hofiere? Du gefällst mir.« ist einige Jahre später Évas erster, mutiger Schritt. Bandi ist überrascht. »Na stell dir vor, er sagte: Dankeschön!« – lacht Éva vor der Kamera.

Die 96-jährige Éva, die Auschwitz überlebte, und der 88-jährige Bandi, der in der Schoa seinen Vater verlor, erzählen im Film »Das dritte Leben« über ihre späte Liebe mit einer erstaunlichen Offenheit, welche nur das Vertrauen in sich selbst und in den Anderen möglich macht.

Eva Stocker-Füzesi, Regisseurin des Films, sieht es als Privileg an, Vertraute und Zeugin dieser wunderbaren Lovestory zu sein, die auch eine Geschichte von gegenseitigem Respekt und Kompromissbereitschaft ist und Hoffnung macht auf eine glückliche Liebe im Alter.

Foto: Eva Stocker-Füzesi


Eintritt

Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt