ACHAVAאחווה Festspiele Thüringen

Achava Schülerprogramm 10. September bis 30. November

Foto: Christian Weiss

Gesprächsrunden in Arnstadt, Bad Salzungen, Eisenach, Erfurt, Weimar und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen, Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Die ACHAVA Festspiele haben über 30 Veranstaltungen dieser Art in 2020 realisiert und mussten aus Kapazitätsgründen einigen Schulen absagen. Das wollen wir in 2021 nachholen und planen mehr Termine für dieses Bildungsprogramm ein.

Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen.

Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Schoah-Überlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein.

Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten:

Foto: Christian Weiss

Hört die Zeugen 
Erinnern im Gestern und heute

Dieses circa zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Schoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein/e Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt.

Hört die Zeugen 
Der Rabbiner im Gespräch

Das circa zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und Heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner ist ein wichtiger Bestandteil.

21. bis 26. September ▶ Musikschulen Arnstadt und Ilmenau (Schülerprogramm)

Schüler und Meister im Einklang
Musikworkshop – Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau

Foto: Elena Kaufmann
  • Thüringer Bach Collegium
  • Helmut Eisel, Klarinette und Künstlerische Leitung

Klarinettist Helmut Eisel und die Musiker des Thüringer Bach Collegiums führen einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durch.

Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer und Gypsy. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird an Werken von Barock bis Klezmer gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern.

Höhepunkt der musikalischen Arbeit ist die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und das Konzert mit Schülern und Meistern im Arnstädter Schlosstheater.

Foto: Elena Kaufmann

21. September ▶ Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule Erfurt (Schülerprogramm)

Kochen mit Éva – Die Apfelsuppe
Kochkurs und Gespräch

Magda Brown und Éva Fahidi-Pusztai in Weimar 2019, Foto: Thomas Müller
  • Éva Fahidi-Pusztai, Köchin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende
  • Rebekka Schubert, Gedenkstättenpädagogin Erinnerungsort Topf & Söhne

Die Ausstellung »Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat« ermöglicht eine Begegnung mit der ungarischen Jüdin Éva Fahidi-Pusztai. Sie gibt den Reflektionen ihrer Protagonistin Raum: über Würde, Menschlichkeit und die Frage der Schuld. An diesem Nachmittag jedoch wird gekocht – eines von Évas Lieblingerichten: Apfelsuppe! Viele Ausschwitz-Häftlinge entflohen der grausamen Wirklichkeit – zumindest vorübergehend – mit ausführlichen Erinnerungen an ihre Lieblingsgerichte.

Foto: Thomas Müller

27. September bis 1. Oktober

Internationaler Kite Workshop
Drachenbau für Groß und Klein

Foto: Daneal Naseer

Nihad Dabeet (Künstler und Drachenbauer, Israel) hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen.

Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite-Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen.

Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

Foto: Daneal Naseer