ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

Lesung & GesprächDi, 15. September 19.30 Uhr  Theater Altenburg Gera

»Jugend in Flammen« – Zeitzeugengespräch und Lesung mit Musik

»Jugend in Flammen« – Zeitzeugengespräch und Lesung mit Musik
  • Aliza Vitis-Shomron - Autorin und Überlebende des Warschauer Ghettos im Livestream (Israel)
  • Petra Sawadogo - Übersetzerin und Moderation (Deutschland)
  • Omri Vitis - Gesang (Israel)
  • Guy Strier - Gitarre (Israel)
  • Tobias Unterberg - Cello (Deutschland)

Aliza wurde 1928 in Warschau als Tochter einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren, in der sich jüdische Tradition und polnische Kultur vermischten. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges war sie elf Jahre alt. In ihren Tagebüchern, die sie auf Papierreste schrieb und während des Krieges aufbewahrte, erzählte sie die Geschichte ihrer Familie, die im besetzten Warschauer Ghetto ums Überleben kämpfte. Diese Tagebücher und ihre späteren Aufzeichnungen bildeten die Grundlage für ihre Memoiren. Die Mitgliedschaft bei Hashomer Hatzair, der bekannten Jugendbewegung im Warschauer Ghetto, gab Aliza Hoffnung und ermutigte sie, ums Überleben zu kämpfen.

Im Ergebnis einer außergewöhnlichen Reihe von glücklichen Umständen gelang es ihr, nach ihrer Deportation ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, zu überleben. Sie gehörte zu denen, die von amerikanischen Truppen befreit wurden. Ihre Geschichte weiter zu erzählen, ist und bleibt ihr Vermächtnis.

Aliza ist eine der letzten Überlebenden des Warschauer Ghettos. Sie lebt im Kibbuz Givat Os im Norden Israels. Die heute 91-Jährige hielt leidenschaftliche Vorträge über die Revolte auf der ganzen Welt und hat zahlreiche israelische Jugendgruppen bei ihren Besuchen in Polen begleitet.

Das Buch, das 2002 erschien, wurde bereits in Englisch, Ungarisch, Polnisch und Hebräisch veröffentlicht. Anlässlich der ACHAVA-Festspiele 2020 ist die Veröffentlichung der deutschen Übersetzung geplant.

Für diese musikalische Lese-Reise wird Aliza Vitis-Shomron im Livestream aus Israel zugeschaltet. Das Programm wird mit einer Auswahl hebräischer Lieder aus Vergangenheit und Gegenwart musikalisch umrahmt.

Eine Kooperation mit dem Thüringer Landtag.

Foto: Ronny Pabst


Theater Altenburg Gera

Theaterplatz 1
07548 Gera