ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

VernissageDo, 23. September 17 Uhr  Kunstmuseen Erfurt/​Galerie Waidspeicher Erfurt

KAYFUYEM #weiblich #jüdisch #künstlerin

KAYFUYEM #weiblich #jüdisch #künstlerin

Vernissage zur Fotoausstellung, Laufzeit 23. September bis 28. November 2021.

KAYFUYEM ist der Titel einer Gruppenausstellung anlässlich des Themenjahres »2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Sie ist Teil der ACHAVA Festspiele 2021 und zeigt die unterschiedliche Auseinandersetzung acht junger jüdischer Künstlerinnen aus ganz Deutschland mit Kunst, Kultur, Religion und Identität. Vom 23.9. bis zum 28.11. wird in der Galerie Waidspeicher Malerei, Skulptur, Zeichnung, Collage und Installation zu sehen sein. Eröffnet wird am 23.9. um 17 Uhr mit Saus, Braus, Getränken und Musik, unterstützt vom Frauen-Kollektiv »Kleine Rampe« aus Erfurt.

Die Werkschau zeigt, mit welchen historischen und/oder zeitgenössischen Themen sich die Künstlerinnen auseinandersetzen. Ihre Identität spielt dabei die zentrale Rolle. Vorrangig sind es Werke anhand derer ihre Auseinandersetzung mit subjektiven Themen, wie Selbstfindung, Spiritualität, Herkunft sowie Politik und Gesellschaft zum Ausdruck gebracht werden. So lassen sich anhand der verschiedenen Positionen nicht nur unterschiedliche künstlerische Gestaltungsweisen und Handschriften nachvollziehen. Sondern es werden gleichzeitig die einzelnen Lebenswege und -weisen der Künstlerinnen beleuchtet.

›Kayfuyem‹ ist ein russisches Slang-Wort, das mit ›genießen‹ oder ›Spaß haben‹ übersetzt werden kann. Ursprünglich stammt es vom hebräischen ›kef‹ [כיף] ab. Russischstämmige Juden haben es sich angeeignet und umgeformt. Der Titel symbolisiert die Verschiedenheit der Positionen, Lebensgeschichten und kulturellen Hintergründe, die sich in der Ausstellung finden lassen.

Denn die Gruppenausstellung möchte — der Intention des Festjahres folgend – jüdisches Leben und Wirken im heutigen Deutschland sichtbar und erlebbar machen. Von zentraler Bedeutung ist die Frage, welche Rolle deren jüdische Identität für ihre Kunst und das daran angeschlossene Leben als junge Frauen in Deutschland spielt. Mit der Ausstellung soll eine Lücke gefüllt werden, eine Lücke, die impliziert, dass in der Gesellschaft noch immer zu wenig Wissen über die jüdische Gegenwartskultur, besonders über weibliche, jüdische Kulturschaffende im heutigen Deutschland herrscht. Im Festjahr »2021 — Jüdisches Leben in Deutschland (#2021JLID)« soll daher mit ausschließlich weiblichen Akteurinnen aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst, der Fokus explizit auf diese Generation gerichtet werden.

Öffnungszeiten

Di–So, 11–18 Uhr

Teilnehmende Künstlerinnen

  • Natascha Borodina (Erfurt)
  • Daniela Bromberg (Erfurt)
  • Zohar Fraiman (Berlin)
  • Toni Mauersberg (Berlin/​Tirol/​Jerusalem)
  • Anna Nero (Frankfurt a. M.)
  • Ofra Ohana (Leipzig)
  • Shanee Roe (Leipzig/​Tel Aviv)
  • Shira Wachsmann (Berlin/​London)

Foto: Eda Temucin


Kunstmuseen Erfurt/​Galerie Waidspeicher Erfurt

Michaelisstraße 10
99084 Erfurt