ACHAVAאחווה Fest­spiele Thüringen

KonzertSa, 25. September 19 Uhr  Konzertsaal Musikgymnasium Schloss Belvedere

Ich weiß bestimmt, ich werd’ dich wieder­sehen

Ich weiß bestimmt, ich werd’ dich wieder­sehen

Uraufführung · Liederabend mit Éva Fahidi-Pusztai und Benjamin Appl (Bariton)

  • Daan Boertien, Piano
  • Jennifer Wilton (Journalistin »Die Welt«), Einführung
  • Als Éva Fahidi-Pusztai 17 Jahre alt war, bestand sie die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium, ihr größter Traum ging in Erfüllung: Das Musikstudium, Klavier. Sie musste es bald wieder aufgeben. Juden dürften nicht mehr studieren, in ihren Heimatort Debrecen. Wenige Monate später besetzt die Wehrmacht Ungarn. Mit 18 Jahren wurde Éva Fahidi-Pusztai nach Auschwitz deportiert. Sie wurde keine Pianistin. Aber Musik spielte für sie immer eine wichtige Rolle.

    Dieser Abend ist eine kleine Reise durch Évas bewegtes Leben: Er beginnt mit der fröhlichen Kindheit in Ungarn, umgeben von einer großen Familie, die so brüsk abbrach. Er erzählt von Deportation, Konzentrationslager und dem Überleben. Vom Verlust der Familie, der Identität. Und dem Wiederfinden der Hoffnung. Éva Fahidi-Pusztai selbst spricht und wird dabei begleitet von dem deutschen Sänger Benjamin Appl, der Lieder und Musik singt, die in ihrem Leben wichtig wurden. Und Lieder, die von Komponisten in Konzentrationslagern geschrieben wurden oder deren Komponisten dort starben.

    Das Programm führt die Zuhörer auf eine Reise durch die Musik des 18. bis ins 21. Jahrhundert. So erklingen Lieder unter anderem vom österreichischen Komponisten Franz Schubert (1797–1828) und dem Thüringer Barockstar Johann Sebastian Bach (1685–1750) bis hin zu Werken von Hanns Eisler (1898–1962), dem Komponisten der DDR-Hymne, Ilse Weber, die in Auschwitz ermordet wurde (1903–1944) ebenso wie der österreichisch-ungarische Komponist Adolf Strauss (1902–1944), Sergej Rachmaninow (1873–1943), der in den Wirren der russischen Revolution in die USA emigrierten musste, bis Richard Wagner (1818–1883). Dabei dürfen auch die unvergesslich poetischen Songs von Leonard Cohen (1934–2016) nicht fehlen.

    Es ist ein Dialog zwischen Wort und Musik, Erzählerin und Sänger, über ein Leben und das 20. Jahrhundert, über Erinnerung, Schweigen und das Weiterleben.

    Benjamin Appl gilt heute als einer der wichtigsten Botschafter für die Kunstform des Liedes weltweit. Seine Liederabende werden gleichermaßen in ganz Europa, Nordamerika und Asien gefeiert. Von seinen Partnern am Flügel seien hier beispielhaft Graham Johnson, Malcolm Martineau, Helmut Deutsch, James Baillieu, Martin Stadtfeld und Kit Armstrong genannt.

    Fotos: Martin Lengemann, Uwe Arens (Sony Classical), Petra Teeuwsen


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    Eintritt

    • 20€ | 15€ ermäßigt
    • Bitte beachten Sie die Hygienebedingungen der Spielstätte (3-G, Kontaktverfolgung).

    Konzertsaal Musikgymnasium Schloss Belvedere

    Schloss Belvedere 1
    99425 Weimar