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Film & Livemusik | AbschlusskonzertSo, 3. Oktober 19 Uhr  Theater Gera

Klingende Utopien – #2021jlid

Klingende Utopien – #2021jlid

»Das Cabinet des Dr. Caligari« – Stummfilm von Robert Wiene, Komposition von Jeff Beal Bundesjazzorchester

  • Künstlerischer Leiter: Niels Klein
  • Komposition/Arrangement: Jeff Beal, Hendrika Entzian, Miho Hazama, Oded Lev-Ari, Florian Ross, Ansgar Striepens

Das Bundesjazzorchester verknüpft mit »Klingende Utopien – #2021JLID« die Jazz-Avantgarde von heute mit der jüdischen Film-Avantgarde von gestern in einer spannenden Multimedia- Mischung aus Stummfilmen, Jazzorchester und Vokalensemble. Im Zentrum des Projekts steht der Film »Das Cabinet des Dr. Caligari« (1920). Der Stummfilm bietet 100 Jahre nach seiner Entstehung viele aktuelle Interpretationsmöglichkeiten als einer der ersten Horrorfilme mit expressionistischem Design, seinen Themen wie psychische Erkrankung, Krimi, Kritik an Militarismus und Autorität usw. Im Gegensatz zu vielen Komödien der damaligen Zeit, deren Humor heute schlecht funktioniert, bleibt dieser Film in sechs Akten bis heute ein Klassiker.

Das Bundesjazzorchester hat den renommierten Hollywood-Filmkomponisten Jeff Beal (u. a. bekannt durch »House of Cards«) mit der Neuvertonung des »Cabinet des Dr. Caligari« beauftragt. Ergänzt wird das Programm durch fünf kurze Animationsfilme aus der berühmten Berliner Werbeagentur Julius Pinschewer, die ebenfalls neu vertont wurden.

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Aus diesem bedeutenden Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen. Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Komponist*innen und Filme:

  • Jeff Beal: »Das Cabinet des Dr. Caligari« (1920), Regie: Robert Wiene
  • Hendrika Entzian: »Tanz der Flaschen, Maggi Würze« (1912), Regie: Julius Pinschewer
  • Miho Hazama: »Im Filmatelier« (1927)«, Regie: Hedwig und Gerda Otto
  • Oded Lev-Ari: »Die Barcarole (1924)«, Regie: Lotte Reiniger
  • Florian Ross: »Der Zahnteufel« (1915)«, Regie: Harry Jaeger
  • Ansgar Striepens: »Tanz der Flaschen, Kupferberg Gold« (1912), Regie: Julius Pinschewer

Die Auswahl aller Filme erfolgte gemeinsam mit Kuratorin Prof. Dr. Reinhild Steingröver von der Eastman School of Music, in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Berlin.

Seit 33 Jahren prägt das Bundesjazzorchester als Ausbildungsorchester für Ausnahmetalente des deutschen Jazznachwuchses die Jazzszene in Deutschland. 1988 von Peter Herbolzheimer gegründet, gilt es als wertvolles Bindeglied zwischen Ausbildung und Beruf und als ausgezeichnete Talentschmiede für erfolgreiche Jazzmusiker von Morgen. So bekannte Jazzgrößen wie Till Brönner, Roger Cicero, Julia Hülsmann, Tom Gaebel, Nils Wogram, Michael Wollny und Nils Wülker haben hier ihre Karrieren begonnen. Träger des Bundesjazzorchesters ist der Deutsche Musikrat.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die Daimler AG und der Westdeutsche Rundfunk teilen sich die Förderung des Projekts.

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e. V. in Berlin sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH in Bonn, Träger der Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, Jugend musiziert und PopCamp.

Foto: Sebastian Gündel


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Eintritt

  • 22€ | 18/11,50€ ermäßigt

Theater Gera

Theaterstraße 1
07548 Gera