
Begegnung
Jahre des Leerstands endeten im November 2024, als die neue Stiftung Sendehalle Weimar das als Nietzsche-Gedächtnishalle geplante Gebäude kaufte. Entworfen von Paul Schultze-Naumburg, überarbeitet von Albert Speer, gleicht es einem nationalsozialistischen Klosterbau. Nach dem Krieg nutzte es kurzzeitig der sowjetische Geheimdienst, ab 1946 wurde es den Bedürfnissen des DDR-Hörfunks, samt DEFA-Synchronstudio angepasst. Nach der Wende residierte der MDR Thüringen im Funkhaus, bevor der Sender nach Erfurt umzog. Seit 2002 wurde das Gebäude kaum genutzt und verkam. Die Stiftung Sendehalle wird es in den nächsten Jahren denkmalgerecht sanieren, um einen Bildungs- und Demokratie-Campus zu schaffen, den auch die ACHAVA Festspiele nutzen können.
10 Uhr Führung
„80 Jahre deutscher Rundfunk – der Sender Weimar“
Christian Handwerck · Privatforscher und Kuratoriumsmitglied Stiftung Sendehalle Weimar
12 Uhr Führung
„Vom nationalsozialistischen Weihekloster zum russischen Techno Tempel – 90 Jahre
deutsche Geschichte“
Louis Lindenborn · Leiter Partnerschaften und Entwicklung Stiftung Sendehalle Weimar
14 Uhr Vortrag und Führung
„Der Sender Weimar – Sendesaal 1 – die Geschichte des Rundfunkgebäudes“
Christian Handwerck · Privatforscher und Kuratoriumsmitglied Stiftung Sendehalle Weimar
16 Uhr Vortrag
„Nietzsche über Nationalsozialismus und Ressentiment“
Prof. Dr. Helmut Heit · Leitung Stabsreferat Forschung an der Klassik Stiftung Weimar
und Leiter des Kolleg Friedrich Nietzsche
18 Uhr Abschlusskonzert
„Sie hätte singen sollen, diese Seele“ Lieder-Kompositionen von Friedrich Nietzsche
Silvia Heyder · Klavier und Julia Preußler · Gesang
Die kulinarische Versorgung der Gäste übernehmen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Freundeskreises Sendehalle Weimar und des Stadtteiltreffs Silberblick.
NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur
So, 13. September · 10–20 Uhr
Humboldtstraße 36a, 99425 Weimar