
Führung
Der ehemalige Firmensitz von J. A. Topf & Söhne ist ein historischer Ort der Mittäterschaft der Industrie am Holocaust. Das Unternehmen stellte der SS leistungsstarke Öfen für die Verbrennung der Leichen in den Konzentrationslagern zur Verfügung und zögerte nicht, technische Lösungen zur „Optimierung“ des Mordens im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu liefern. Auch für die Beseitigung der Opfer der „Aktion T4“, des Massenmords an Menschen mit geistiger, psychischer und körperliche Beeinträchtigung, wurden Öfen von Topf & Söhne entwickelt. Die Dauerausstellung „Techniker der ,Endlösung‘“ ermöglicht anhand historischer Dokumente eine Auseinandersetzung mit den Motiven und Handlungsoptionen der beteiligten Firmenchefs, Ingenieure, Monteure und Kaufleute. Sie zeigt sich seit Januar aktualisiert und erweitert: Es wurden neue Forschungsergebnisse eingearbeitet, die Besucherorientierung in der Präsentation verstärkt und die multimediale Installation „Stimmen der Überlebenden“ mit Berichten von acht Auschwitzüberlebenden ergänzt.
So, 27. September · 15 Uhr
Sorbenweg 7, 99099 Erfurt